Zeitarbeit, Leiharbeit, Personaldienstleistungen … ein paar Schlaglichter

employArbeitskräfteüberlassung und Personaldienstleistungen haben nicht immer den besten Ruf. Daher habe ich ein paar Schlaglichter auf diese Thematik geworfen. Natürlich erhebt die Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Der Einfachheit spreche ich von "Leiharbeit".
  • Personaldienstleister/innen sind für die meisten HR-Abteilungen nur Luft, nur wenn im Recruiting die Luft dünn wird, freut man sich über das Sauerstoffzelt, das Personaldienstleister/innen zur Verfügung stellen.
  • Personaldienstleister/innen sind keine Parasiten oder Zwischenhändler/innen, sondern Dienstleister/innen. Das mag nicht allen gefallen und es wird auch nicht immer so gesehen. Allerdings würde es vieles erleichtern, wenn alle Beteiligten diese Einstellung teilten.
  • Personaldienstleister/innen und Arbeitskräfteüberlasser/innen sind die Feuerwehr bei Engpässen im Personalbereich.
  • Ein erstes Bewerbungsgespräch bei einem Personaldienstleister ist noch keine Jobgarantie. Das sollten Personaldienstleister/innen und Bewerber/innen wissen und thematisieren.
  • Die Zusammenarbeit zwischen Personaldienstleister/innen und Bewerber/innen kann nur fruchten, wenn man offen ist. Leben und leben lassen – ist die Devise.
  • Für jede Überlassung (“Leihe”) von Arbeitskräften gilt, das der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin seine ausdrückliche Zustimmung geben muss. “Leiharbeiter/innen” können also nicht wie Schachfiguren herumgeschoben werden – ohne, dass sie zustimmen.
  • Bei “Leiharbeit” können sich Mitarbeiter/innen die “Rosinen” herauspicken (Kollektivvertrag). Ein weiteres Zuckerl ist der “Sozial- und Weiterbildungsfonds der Arbeitskräfteüberlassung Österreichs”. Der Fonds ist kein “Gewerkschaftszuckerl” – und er fußt auf einer gesetzlichen Regelung (Arbeitskräfteüberlassungsgesetz).
  • “Leiharbeiter/innen” sind dem Stammpersonal gleichgestellt (korrekte Einstufung, soziale Leistungen, Arbeitnehmer/innenschutz).
  • Vor allem für junge Mitarbeiter/innen mit wenig Erfahrung gilt: “Leiharbeit” kann Lehr- und Wanderjahre ersetzen.
  • “Leiharbeit” ist nichts für Gewohnheitstiere und Routinejunkies.
  • “Leiharbeit” entlastet das Personalbudget und die Bilanz.
  • Meistens ist der Ruf der Branche besser als der Arbeitsplatz an sich. Im Personaldienstleistungsbereich verhält es sich oft umgekehrt.
  • Das Ende einer “Leihe” ist nicht automatisch das Ende des Dienstverhältnisses. Das Gegenteil sollte der Fall sein.
  • In Österreich eher unwahrscheinlich. Dennoch sei es erwähnt: ” Die Überlassung von Arbeitskräften in Betriebe, die von Streik oder Aussperrung betroffen sind, ist verboten.”

Mehr Infos: