Launiges Bewerbungsquiz

Bewerbungsquizze gibt es ja viele. Hier mal ein bisschen etwas anderes. Viel Spaß damit.

Ein etwas launiges Bewerbungsquiz

Bewerbungsquiz! Das ist ja nichts Neues! Stimmt. Aber whatelsen.work präsentiert Ihnen ein wahnsinnig launiges Bewerbungsquiz. Die Antworten sind richtig etwas für "grumpy cats", Brummbären und sonstige Frohnaturen. In nur 10 Fragen gehen wir die wichtigsten Punkte beim Bewerbungsprozess durch. Probieren Sie es einfach aus. Es lohnt sich.  

Einladung Workshop: Kreatives Bewerben für alle!

Einladung zum Workshop:

Im Februar fand der erste Workshop zum Thema “Kreatives Bewerben” statt. In Zusammenarbeit mit dem read!!ing room und der Jobberie, freut sich WHATELSEN.WORK auf eine zweite Runde zum Thema “Kreatives Bewerben”. Diesmal wollen wir die Basics vermitteln. Der Workshop richtet sich an alle: Jobsuchende, Coaches, Trainer*innen…

Thierry Elsen, im Erwerbsjob Coach, Trainer und Personaldienstleister, begleitet Sie bei der Erkundung der eigenen kreativen Möglichkeiten.  Er führt Sie launig-humorvoll von der Homebase namens Schema-F zu den wichtigen Fragen des Bewerbungsprozesses:

  • Was zum Teufel ist eine kreative Bewerbung?
  • Wieso ist ein Self-Assessment wichtig? Und wieso machen das so wenige?
  • Das Kreuz mit den Bewerbungsfotos
  • Wieso die meisten Bewerbungsschreiben zum Einschlafen sind…
  • Einstellen kommt von Einstellung
  • Auffallen um jeden Preis? Ist das die neue Job-Währung?  oder: Blendende Bewerbungsunterlagen blenden?!
  • Jammern hilft nicht!

Melden Sie noch heute für diesen spannenden Workshop an. Die Teilnehmer*innenanzahl ist begrenzt. Sie wissen schon: Wer zuerst kommt, zahlt zuerst (oder so ähnlich).  (UKB: empfohlene 10 Euro). Bitte Lebensläufe und Fragen nicht vergessen. Alle persönlichen Angaben werden diskret behandelt.

Anmeldung via E-Mail-Formular oder per Mail unter: whatelsen [at] gmail.com


Workshop: Kreatives Bewerben für Techniker*innen – und alle anderen auch!
27. April 2018 – 18.30 Uhr
Anmeldeschluss: 26. April 2018 (bevorzugt per Mail unter whatelsen [at] gmail.com)
Ort: read!!ing room – Raum für (Alltags)kultur
Anzengrubergasse 19/1
1050 Wien
Tel: 0660 82 72 381

Wie fang ich an? Der erste Satz beim Bewerbungsschreiben

Ich handle mit diesem Beitrag gegen meine innere Überzeugung, da ich  Bewerbungsschreiben, die mit Schablonen arbeiten langweilig und kontraproduktiv finde. Sie klingen immer gleich, sind meist wenig aussagekräftig und werden so zu einer lästigen Pflichtübung für alle Beteiligten. Allerdings weiß ich auch, wie schwer es ist ein Bewerbungsschreiben zu beginnen; besonders dann, wenn man nicht mit den immer gleichen Standardsätzen arbeiten möchte.

Gerade in letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass der klassisch-lästige Einstiegssatz “Mit großem Interesse habe ich mich…” nicht wegzubekommen ist. Es scheint hier eine gewisse Tradition zu geben. Selbst Lehrlinge nutzen diese “geschwollene” Form des Einstiegs, ohne sich zu hinterfragen, ob dieser Satz und auch der Rest des Schreibens zu ihnen passt.

Daher kann es ja sein, dass es nur einen Stein des Anstoßes braucht, um die Hemmblockade und Schreiblähmung zu lockern. Hier einige Möglichkeiten für einen Einstieg. Ich präsentiere also  meine Lieblingseinstiegssätze für das Bewerbungsschreiben.

Aller Anfang ist schwer. Auf den Start kommt es jedoch an…

Die Beispiele:

  1. Die Fall-mit-der-Tür-ins-Haus-Methode. Keine Umschweife. Direkt zum Thema. Beispiel:Ich arbeitete die letzten 4 Jahre in einer ähnlichen Position beim Unternehmen XY.”
  2. Loslegen wie die Feuerwehr. Beispiel:”4 Jahre Erfahrung im Einzelhandel, Praxis als Vertretung des Filialleiters, Umsätze von XY Euro stehen auf meiner Habenseite…
  3. Bezug herstellen zum Inserat des Unternehmens: Beispiel:Sie suchen einen leistungsstarken Außendienstmitarbeiter im Vertrieb. Ich biete Ihnen im Gegenzug …
  4. Die Frechheit-siegt-Strategie: Beispiel: “Ich wäre an Ihrer Stelle auch sehr genervt, wenn ich das hundertste Schreiben mit dem immergleichen Einstiegssatz lesen müsste. Daher verzichte ich drauf und bringe meine Qualifikationen gleich auf den Punkt…”
  5. Mit der Motivation einsteigen. Beispiel: “Für mich ist es Zeit den nächsten Schritt in meiner Karriere zu machen. Da ich in den letzten Jahren in KMU’s tätig war,  suche ich die Herausforderung eines internationalen Konzerns…”
  6. Auf das Unternehmen eingehen. Beispiel: “Wie im Interview in der Tagespresse zu lesen war, haben Sie vor in den nächsten Jahre ihre Produktpalette auszubreiten. Ich persönlich würde gerne Teil dieser Entwicklung sein…”
  7. Mit einer Referenz punkten (wenn es denn wirklich eine ist). Beispiel: “Wie mir Herr/Frau XY mitgeteilt hat, suchen Sie derzeit…”
  8. Wenn Sie vorher angerufen haben. Beispiel: “Wie telefonisch mit Herrn/Frau XY besprochen, freue ich mich Ihnen meine Bewerbungsunterlagen zu schicken.”

Das No-Go:

Bitte streichen Sie ab sofort folgenden Satz und entsorgen Sie ihn gleich in den Entsorgungscontainer für langweilige Floskeln: “Mit großen Interesse bewerbe ich mich auf die von Ihnen ausgeschriebene Stelle…” . Vermeiden Sie bitte auch etwas altbackene Forme(l)n wie “Bezugnehmend auf…” oder “In Bezug auf Ihr Inserat vom …” Grundsätzlich ist es auch nicht notwendig im ersten Satz zu wiederholen, dass man sich bewerben möchte. Das wurde ja bereits in der Betreffzeile erledigt.

Die Strategie sollte zu Ihnen und zum Unternehmen passen…

Es gibt natürlich keine Garantie, dass diese Strategien funktionieren. Wenn Sie z.B. mit der Referenzperson arbeiten und der zuständige Personaler (m/w) diesen Menschen nicht mag, kann das schon mal ins Auge gehen. Auch die Frechheit-siegt-Strategie ist nicht immer angebracht, da einige mit soviel Selbstbewusstsein nicht umgehen können. Aber es gilt auch hier: Ausprobieren!

 

Schnellcheck: Bessere Bewerbungsschreiben mit der Ersatzprobe

Es ist eigentlich ein alter Hut, dass wir unser Bewerbungsschreiben auf jede neue Bewerbung anpassen sollen. Floskeln sind zu vermeiden. So die allgemeine Meinung. Manche sind notwendig und werden sogar erwartet. Andere sind das Papier nicht wert, auf das sie niedergeschrieben wurden. Wie kann ich nun sicher sein, dass mein Bewerbungsschreiben nicht zu viele Allgemeinplätze hat und dass es sich von den vielen anderen Bewerbungsschreiben unterscheidet? Eine Möglichkeit ist die Ersatzprobe.

Die Ersatzprobe

 >>> Können Sie ein und dasselbe Bewerbungsschreiben bei unterschiedlichen Jobs aus einer anderen Branche einsetzen, rate ich, noch einmal drüber zu gehen und konkreter zu werden.

AMS Bewerbungsportal, das nebenbei gesagt, viele gute Anregungen für Bewerbungen bereit hält.

Bewerbung als Reinigungskraft<
Sehr geehrte Frau Schnifler,
Ich habe bereits Erfahrung in der Reinigung von Haushalten und Büroräumen. Dabei arbeitete ich immer zur vollsten Zufriedenheit meiner Arbeitgeber. Ich reinige sauber und schnell und bin außerdem sehr zuverlässig. Ich freue mich über die Einladung zu einem persönlichen Gespräch mit Ihnen.

Nun die Ersatzprobe: Ich ersetze nun den Begriff Reinigungskraft, Reinigung usw durch Maler und Anstreicher, ausmalen usw.

Bewerbung als Maler und Anstreicher,
Sehr geehrte Frau Schnifler,
durch Ihr Inserat vom (Datum) in der Kronenzeitung habe ich erfahren, dass Sie einen Maler und Anstreicher für 30 Stunden die Woche suchen. Daher bewerbe ich mich für diese Stelle. Ich habe bereits Erfahrung im Ausmalen von Haushalten und Büroräumen. Dabei arbeitete ich immer zur vollsten Zufriedenheit meiner Arbeitgeber. Ich male sauber und schnell und bin außerdem sehr zuverlässig. Ich freue mich über die Einladung zu einem persönlichen Gespräch mit Ihnen.

Das Problem: Das ganze Schreiben funktioniert auch noch, nachdem alle Wörter, in denen “reinigen” vorkommt, mit “malen” ersetzt worden. Sie sehen: Ich  habe nur einige wenige Begriffe geändert. Der Rest des Textes würde auch passen. Das Fazit: das Bewerbungsschreiben ist sehr allgemein gehalten und gibt wenig über Sie als Person preis. Es ist eigentlich nicht mehr als ein allgemeines Anschreiben, das weder Ihre Persönlichkeit noch Ihre Motivation erkennen lässt.

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Wie kann ich es besser machen?

(1) Vermeiden Sie einen nichtssagenden Betreff!

Bewerbung als Reinigungskraft

Sehr geehrte Frau Schnifler,
durch Ihr Inserat vom (Datum) in der Kronenzeitung habe ich erfahren, dass Sie eine Reinigungskraft für 30 Stunden die Woche suchen. Daher bewerbe ich mich für diese Stelle.

Besser: Bewerbung Reinigungskraft: Kronenzeitung + Datum

(2) Fallen Sie mit der Tür ins Haus und erzählen Sie von Ihren letzten Tätigkeiten

durch Ihr Inserat vom (Datum) in der Kronenzeitung habe ich erfahren, dass Sie eine Reinigungskraft für 30 Stunden die Woche suchen. Daher bewerbe ich mich für diese Stelle. Ich habe bereits Erfahrung in der Reinigung von Haushalten und Büroräumen. Dabei arbeitete ich immer zur vollsten Zufriedenheit meiner Arbeitgeber. Ich arbeite sauber und schnell und bin außerdem sehr zuverlässig.

Besser: die letzten Jahre arbeitete ich vor allem als Büroreinigungskraft. Ich arbeitete meist in geteilten Diensten. Zu meinen Aufgaben gehörte: Reinigung der Stiegen und Verkehrsflächen, Tische abwischen, Abfallentsorgung. Außerdem übernahm ich auch noch die klassischen Aufgaben einer Tagesfrau und kümmerte mich um das Geschirr.


Sollten Sie weitere Fragen haben oder einen Bewerbungscheck wünschen, kontaktieren Sie mich einfach. Hier geht es zur Kontaktseite.