Aufschieberitis: Post-Its können helfen

Stefan Frädrich hat IHM sogar einen Namen gegeben. Er nennt seinen “inneren Schweinehund” Günter. Das ist nicht nur eine kluge Marketingmasche, sondern auch eine wichtige Strategie. Dinge, Themenstellungen und Probleme klar beim Namen zu nennen, zu visualisieren und auszusprechen, ist ein wichtiger Schritt, um der Lösung ein Stück näher zu kommen. Wie bei allen persönlichen Themen, so wird es auch beim inneren Schweinehund schwierig, wenn man das “Kind nicht beim Namen” nennen kann.  Das Problem wird größer. Es kann sich entwickeln. Es bleibt im Dunkeln. Und es ist wichtig, dass wir es selbst aussprechen. Das “Du-weißt-schon-wer-oder-was”-Prinzip wird ja auch bei Harry Potter erst in den letzten Zügen durchbrochen – und führt zum Erfolg.

Gleiches gilt auch bei der Aufschieberitis oder Prokrastination – für jene, die den Fachausdruck haben wollen. Sie kennen das vielleicht: “Eigentlich sollte ich heute das und dies und jenes tun…” und bevor Sie in die Gänge kommen, können Sie sich dabei beobachten, wie Sie den 10. Kaffee trinken, zum 2.463. Mal ihre Mails checken und schauen, was es auf Facebook Neues gibt. Es könnte ja sein, dass Sie ein interessantes Posting verpassen. Daher ist der erste Schritt: Nennen Sie das Kind beim Namen.

Übrigens nutzte der große Winston Churchill die gleiche Strategie um seine Depressionen in den Griff zu bekommen. Er sprach bei einer Depression stets vom “schwarzen Hund”. Metaphern und Bilder sind ungemein stark und wichtig. Sie können einen ganzen Katalog an Ratschlägen und langatmigen Vorträgen ersetzen. Aber das ist nur der erste Schritt.

Visualisierung und Fokussierung…

sind dabei die wichtigsten Stichworte. Marc Stollreiter schreibt in deinem Buch “Schluss mit dem Aufschieben”, dass Papier sogar ein Wundermittel sein kann.

“Alles, was Sie schriftlich festhalten, verschafft Ihnen geistigen Freiraum und erleichtert Ihre Konzentration. Bringen Sie daher alle To-dos, die Sie nicht auf der Stelle erledigen werden, zu Papier. Sie verschaffen sich einen Überblick und erhöhen damit die Chance dahingehend, mit den wirklich wesentlichen Dingen zu beginnen und nicht mit jenen, die Ihnen zufällig in den Sinn kommen.” (Stollreiter, 2014; 65).

Allerdings sollten Sie bei einer solchen To-Do-Liste nicht den Fehler machen, sich selbst zu überfordern. Laut Stollreiter sind 7 Dinge, die auf einer solchen Liste fungieren, vollkommen ausreichend. Dass 7 eine magische Zahl ist, braucht nicht eigens erwähnt zu werden. Es ist auch eine Zahl, die unser Gehirn angeblich sehr leicht verarbeiten kann. Der US-Psychologe George Miller stellte dies 1956 fest. Allerdings ist die Zahl nicht absolut. Sie können auch nur 5 oder gar 8 Aufgaben nehmen. Für uns gilt: Nicht zu viele Aufgaben aufschreiben…

Digitale To-Do-Listen

Natürlich gibt es auch etliche Anbieter mit Apps.  Zu praktisch erscheinen uns die kleinen Helferlein, die wir uns auf unser Handy oder Tablet laden können. Die Versuchung ist groß. Diese Listen sind sehr praktisch, aber in unserem konkreten Fall, rate ich von der Nutzung von digitalen To-Do-Listen ab. Es ist wichtig Ihre To-Do-Liste zu materialisieren. Sie muss präsent und dauernd sichtbar sein. Bei digitalen To-Do-Listen – die Ihren Nutzen haben, wenn es um reine Checklisten, Einkauflisten oder ähnliches geht – gilt meist das Prinzip “Aus den Augen, aus dem Sinn”. Sobald der PC oder das Tablet abgeschaltet ist, sehen wir sie nicht mehr. Außerdem geht es uns ja um das Überwinden von Aufschieberitis. Papier ist in diesem Fall nicht “old school”, sondern absolut super.

Post-Its oder “Sticky Notes”

Sie heißen nicht umsonst auf Englisch “Sticky Notes” – Haftnotizen oder Klebenotizen. Sie sollen uns  im wahrsten Sinn des Wortes im Gedächtnis “kleben” bleiben…  bis wir sie nicht mehr brauchen und wir die kleinen Zettel im Papiercontainer unseres Vertrauens entsorgen. Und hier setzen wir an: Wir schreiben unsere Punkte, die wir abarbeiten wollen, auf die kleinen Klebezettel. Sie sollten alle in der gleichen Farbe sein, damit nicht einer heraussticht. Wir gehen wie folgt vor:

  • Pro Zettel eine Aufgabe
  • Richtwert 7 Aufgaben + 1 Aufgabe, die als Belohnung fungiert (in meinem Fall ist es das Fußballmatch Rapid – HSV)
  • Reihung der Aufgaben nach Schwierigkeit (jene, die uns leicht fallen zuerst)
  • Wir kleben die Aufgaben auf die Wand neben unserem Arbeitsplatz oder an die Unterseite unseres Bildschirms.
  • Die Belohnungsaufgabe ist natürlich die letzte.
  • Start: Die Arbeit, die leicht von der Hand geht, wird zuerst absolviert.
  • Wurde die Aufgabe erledigt, entfernen wir das Post-It und schmeißen es weg. Alternativ kleben wir es in unser “Arbeitstagebuch” oder legen es auf einen Stapel von bereits erledigten Aufgaben (siehe “Tipp”)
  • Jede erledigte Aufgabe “feiern” mit einem Mini-Ritual (Faust ballen, genüsslich seufzen etc.)
  • Die angenehme Bonusaufgabe zelebrieren
  • Wieder von Vorne beginnen mit einem anderen Set an Aufgaben

Tipp: Werfen Sie die Notizen nicht weg, sondern kleben Sie aufeinander. Vorher versehen Sie das erste Posting mit einem Datum. Sie werden sehen, dass der Stapel mit den erledigten Aufgaben schnell wächst. Auch dies gibt ein gutes Gefühl. Durch das Datum auf dem 1. Zettel können Sie sehr schnell überprüfen, wie viel Sie in welcher Zeit geleistet haben. Auch das gibt einen Motivationsschub. Auch das Einführen einer angenehmen Bonusaufgabe ist natürlich ein Topmittel zu Motivieren. Es ist der Preis, den Sie sich selbst für alle Hindernisse verleihen. Die alte Weisheit: “Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen…” hält sich ja nicht umsonst so lange…

Und falls Sie es wissen möchten. Rapid verlor mit 1:2 gegen den HSV. Trotzdem war die Freude groß.

 

Bewerbungsgespräch einmal anders – Postal, Knallerfrauen, Kesslers Knigge und Tape Face

Für alle “Suits”-Serienfreunde und Bewerbungstrainer/innen wird dieses Video eine wahre Freude sein. Rick Hoffman als Jobinterviewer der anderen Art – genauso unnachahmlich wie Louis Litt als etwas komischer Anwalt in “Suits”.

Bei “Postal” handelt es sich um die Verfilmung des gleichnamigen Videospiels durch den deutschen Regisseur Uwe Boll. Nachdem es sich laut “Rotten Tomatoes” und Co. um wahrscheinlich einen der schlechtesten Filme aller Zeiten handelt, mache ich mir auch nicht wirklich Sorgen um einen etwaigen Copyrightverstoß und binde den Videoausschnitt gerne hier ein.

Aber so “witzig”  oder “aberwitzig” das Video auch auf den ersten Blick sein mag… das Video ist ein “höllisch” gutes Beispiel für Stressfragen im Jobinterview. Und als Spoiler hier noch die Antwort auf die Frage: “Was ist der Unterschied zwischen einer Ente? ” – “Beide Beine sind gleichlang, besonders das linke…” Also auf in das nächste Bewerbungsgespräch!

Auch die Knallerfrauen, die von Martina Hill auf Sat 1 entwickelt wurden, haben sich das Thema “Bewerbung” auf die Agenda geschrieben. Hier ein Beispiel, wie ein paar Standardsätze und Standardantworten doch eine ungewöhnliche Wendung nehmen können.

Kesslers Knigge wurde vom deutschen “Comedian” Michael Kessler ebenfalls für Sat 1 entwickelt. Die Erstausstrahlung war laut Wikipedia am 19. Juni 2009. Kessler drehte den Spieß einfach um. Er zeigte verschiedene Situationen des Alltags in denen er sich besonders daneben benahm – quasi als Negativbeispiel. So zeigte er auch 10 Dinge, die man absolut nicht bei einem Bewerbungsgespräch machen sollte – es sei denn, dass man einen absolut bleibenden Eindruck hinterlassen will – Hausverbot inklusive.

Last but not least “Tape Face” oder “The Boy with Tape on his Face”. Es handelt sich um den Clown, Straßenkünstler und Kabarettisten Sam Wills. Der gebürtige Neuseeländer, der in England lebt, ist ausgebildetet Jongleur und entwickelte mit “Tape Face” eine bemerkenswerte Figur mit der er bei der Casting-Show  “America’s Got Talent” bis ins Finale kam – ohne bei seinen Acts ein Wort zu sprechen. Es kann natürlich sein, dass ein Jobinterview im Start-Up-Style, da ein wenig aus dem Ruder läuft.

Sommerzeit = Bewerbungszeit

eisIm Sommer steigen die Temperaturen; parallel fällt die Anzahl der Jobangebote… Dies ist ein alter Glaube, der nur auf den ersten Blick stimmt. Erlebte Tatsache ist, dass Sie in den Wiener Öffis deutlich weniger Menschen antreffen; viele sind auf Urlaub, einige pflegen ihre Sommergrippe. Auch  Telefonate werden weit weniger gerne verbunden und sie landen bei Ihren Recherchecalls oft auf der Mailbox oder in der Warteschlange.

Keine guten Voraussetzungen für die Jobsuche. Dieses Mantra höre ich immer wieder. Doch in Wahrheit gilt der Satz: „Sommerzeit = Bewerbungszeit“. Denn viele Firmen nutzen den ruhigeren Sommer für Personalplanungen und bereiten das letzte Quartal des Jahres vor. Außerdem ist der Sommer auch eine Zeit in der Vertretungen ihre Chance wittern. Krankenstände und Urlaub auf der einen Seite, Auftragsspitzen aufgrund der Wetterlage (Bau, Gastronomie, Festivals etc.) auf der anderen Seite sind wichtige Faktoren, die den Sommer zur Bewerbungszeit werden lassen.

Geduld ist gefordert

Die Mühlen mahlen im Sommer allerdings deutlich langsamer. Den ewig Ungeduldigen unter uns sei an dieser Stelle ins Stammbuch geschrieben: “Und das ist gut so”. Denn im Sommer bekommen Personalabteilungen die Möglichkeit, abseits vom Tagesgeschäft, sich intensiver mit Bewerber/innen zu beschäftigen oder gar strategisch vorzugehen. Planung ist nun einmal alles und diese ist im Sommer viel leichter, da das Telefon nicht alle zwei Minuten klingelt und auch generell mehr Ruhe in die Büros einkehrt. Viele Einzelhändler/innen sperren an Samstagen komplett zu und haben mehr Zeit um Liegengebliebenes aufzuarbeiten.

Die Konsequenz: es kann natürlich etwas länger mit einer Antwort auf Ihre Bewerbung dauern. Sollten Sie nicht gerade in einer Branche arbeiten wollen, die schönwetterabhängig ist, können etwas längere Wartezeiten sogar ein gutes Zeichen sein. Wie gesagt: Weniger Bewerber/innen und mehr Zeit die einzelnen Bewerbungen zu bearbeiten sind zwei Parameter, die Sie im Sommer einkalkulieren sollten. Gerade wenn es etwas länger dauert, empfiehlt es sich  sparsam mit Nachfragen zu sein. Im Sommer erreichen Sie viel schneller Entscheidungsträger/innen (vor allem an Nachmittagen) . Daher sollten Sie Ihre Nachfragen wohl dosiert und platziert einsetzen.

Deutlich weniger Konkurrenz

Viele Bewerber/innen sind im Bad oder auf Urlaub. Dies hat weitreichende Konsequenzen für alle, die eine Veränderung brauchen oder einen neuen Job suchen. Viele von jenen, die unauffällig ihren Marktwert testen oder aus Frustrationsgründen Bewerbungen veschicken, fallen aufgrund der Urlaubszeit weg. Frustschachteln laden die Batterien neu auf, es ist vielleicht generell weniger zu tun und daher sind alle etwas entspannter. Also wieso sollte man sich bewerben? Die Antwort liegt auf der Hand.

Zwei kurze Geschichten möchte ich Ihnen mit auf den Weg gehen. Meine eigene ist schnell erzählt. Meine letzten Jobs bekam ich alle Ende Juli, Mitte August oder Ende August. 2006 fing ich bei einer Firma als Vertretungstrainer an – als klassische Urlaubsvertretung. Zunächst einmal für 6 Wochen. Aus 6 Wochen wurden 9 Wochen. Aus 9 Wochen wurden mit kleinen Unterbrechungen 5 volle Jahre. Chance genützt!

Die zweite Geschichte ist spannender. In meinem aktuellen Unternehmen haben wir einen Elektriker oder eine Elektrikerin gesucht – Zeitarbeit. Der Auftrag war fix; die Anforderungen nicht wirklich aufregend: Lehrabschluss mit einigen Jahren Erfahrung im Bereich Wohnungsinstallationen. Ich sagte ja: nicht aufregend. Stemmen und Schlitzen, Kabel ziehen, Verteiler, Steckdosen etc. Jede/r Häuselbauer/in oder Fan von “Hört mal wer da hämmert” kennt das. Sie ahnen ja nicht, wie schwer es war, einen solchen Mitarbeiter oder eine solche Mitarbeiterin aufzustellen. Wir waren gut vorbereitet. Bereits im Früjahr wurden Lebensläufe gesammelt. Wir telefonierten zu dritt den gesamten Pool an Mitarbeiter/innen mit LAP Elektro durch. Alle nicht mehr verfügbar oder auf URLAUB! Was es zu beweisen galt. Ich rief einige der jüngeren Semester aus den AMS-Kursen durch! Dasselbe Ergebnis! Entweder zu weit weg (auch so ein Thema), man sei schon beschäftigt oder man könne erst im August arbeiten, da man im Juli auf URLAUB sei!  Nichts gegen Urlaub. Schon gar nicht, wenn Familie im Spiel ist. Der Urlaub ist jedem Menschen vergönnt und Pauschalreisen zu stornieren ist gar nicht so einfach…

Was ist jedoch damit sagen will: All jene, die es sich einrichten können, haben im Sommer eine echte Chance auf einen Job. Wir haben schlussendlich einen Mitarbeiter gefunden. Er war zwar schon etwas älter, meinte jedoch, dass er durch die Arbeitslosigkeit lang genug auf Urlaub gewesen sei. Mich freute die Geschichte doppelt. Hier bekam ein Mitarbeiter eine Chance, der die Situation erkannt hatte.

Nutzen Sie den Sommer um sich zu verändern! 5 Tipps.

  1. Da die Personaler/innen sich mehr Zeit nehmen können, schauen diese vielleicht auch etwas genauer hin. Pflegen Sie also Ihre Webauftritte und Social-Media-Profile. Achten Sie darauf, dass Ihr XING-Account oder Linked-In-Profil – oder wie auch immer das Ding heißt – mit den Angaben in Ihrem Lebenslauf deckungsgleich ist. Dieser Tipp ist auch im Frühling, Herbst und Winter richtig und wichtig 😉
  2. Sommerzeit = Initiativbewerbungszeit. Da viele Unternehmen ihre strategischen Ausrichtungen im Sommer vornehmen und ein neues Durchstarten mit September oder Oktober geplant ist, sollten Sie im Sommer verstärkt auf Recherche und Initiativbewerbungen setzen.
  3. Sommerzeit = Recherchezeit. Informieren Sie sich weitgehend. Journalistisch gesehen ist der Sommer eine Saure-Gurken-Zeit. Da ist der Artikel über eine neue Filiale, die im Herbst eröffnen soll oder der Neubau eines Einkaufszentrum vielleicht etwas prominenter gesetzt. Nutzen Sie diese Infos und bewerben Sie sich rechtzeitig.
  4. Und noch ein Vorteil bietet der Sommer. Aufgrund von kurzfristigen Engpässen, die durch Urlaube und Krankenstände verursacht werden können, ist es leichter in einer Firma unterzukommen, wenn man gewillt ist, eine Aushilfstätigkeit oder eine Befristung in Kauf zu nehmen. Es soll ja schon Leute gegeben haben, die den Urlaub in Firma A dazu nutzten um in Firma B auszuhelfen. Nein, jemand der das macht, ist nicht von allen guten Geistern verlassen, sondern denkt strategisch. Achten Sie nur auf die Konkurrenzklauseln in ihrem Dienstvertrag.
  5. Sommerzeit = Zeitarbeitszeit. Nutzen Sie die Möglichkeit durch einen Übergangsjob Stehzeiten zu verkürzen, neue Kontakte zu knüpfen und sich für weitere Aufgaben zu empfehlen. Denn eine Vertretung kann leicht zu einem dauerhaften Gastspiel werden.

Und noch ein paar abschließende Tipps:

Sollten Sie sich im Sommer bewerben und Ihre wohlverdiente Freizeit im Freibad oder am Stand verbringen, seien Sie trotzdem erreichbar. Gerade wenn Sie im Ausland weilen, sollten Sie trotzdem Ihre E-Mails prüfen und Ihr Telefon eingeschaltet lassen. Der Job könnte sonst schnell weg sein. Last but not least… Beim Vorstellungsgespräch bitte auf eine passende Kleidung achten. Flip-Flops und Bermuda-Shorts schauen zwar in der Strandbar lässig aus, sind jedoch beim Vorstellungsgespräch nicht wirklich angebracht… auch wenn das Thermometer 30 Grad Celsius anzeigt und Ihr Gegenüber auf Bekleidungsvorschriften pfeift. Chefs dürfen das 😉 !

Instagram ist hip, Twitter ist out: Social Media im Lehrlingsrecruiting

Mit wem man auch im Personalbereich spricht… Die Diskussionen drehen sich aktuell um das gleiche Thema und die gleiche Frage: Wie rekrutieren wir die besten Bewerber*innen? Über Social Media? Super ja! Aber über welche?

Diese Fragen werden mittlerweile auch bei der Auswahl von Lehrlingen gestellt. Im Rahmen einer großangelegten Vorauswahl, die von der Lehrlingsbox für ENGIE AUSTRIA durchgeführt wurde, fragten wir die potenziellen Lehrlinge (Gebäudetechniker und Technische Zeichner) auch nach den sozialen Medien, die Sie derzeit nutzen.

92 Interviews

Die Kandidat*innen mit denen wir sprachen – immerhin 92 an der Zahl bei über 200 Bewerbungen – gaben spannende Einblicke. Eines der Ergebnisse ist klar. Die Berufe “Technischer Zeichner” und “Gebäudetechniker” sind weitgehend männlich besetzt. Gerade bei den Gebäudetechniker*innen hatten wir eine einzige weibliche Bewerberin. Bei den Technischen Zeichner*innen war es ausgewogener – und dennoch auch hier überwogen die Bewerbungen der Burschen.

Nebenerkenntnisse – Gender und Lehrstelle

So verwundert es nicht, dass das Verhältnis der befragten Kandidat*innen 86 zu 6 war (86 junge Männer und 6 junge Frauen).

Das Alter der Kandidat*innen erstreckte sich zwischen 15 und 28. Gut zwei Drittel der Befragten waren 15, 16 und 17 Jahre alt. Ältere Bewerber sind deutlich geringer anzutreffen. 12 Bewerber*innen waren 18 Jahre alt. Auch hier bestätigt sich der Eindruck, dass die meisten Bewerber*innen zwischen 15 und 17 Jahre alt sind. Bei 18-Jährigen fällt die Anzahl der Kandidat*innen deutlich, danach geht es noch schneller. 20-Jährige sind nur einzeln mehr zu finden.

Welche sozialen Medien nutzen Sie

Zur Auswahl standen:  Facebook, Snapchat, Instagram, Twitter, Pinterest und die Kategorie “Andere”.  Die Kandidat*innen mussten angeben, welche Medien Sie nutzen würden. Hintergrund der Befragung war natürlich zu erfahren, welche Medien die Jugendlichen und jungen Erwachsenen nutzen würden. Interessant ist, dass 21 Kandidat*innen angaben drei oder mehr Medien zu nutzen. Interessanterweise wurde WhatsApp als “Soziales Medium” angegeben und von etlichen Kandidat*innen als Alternative zu den von uns genannten Produkten genannt. Nur ein einziger Kandidat nannte den Chat-Dienst “Viber” als zusätzliche Alternative.

Nicht alle nutzen Soziale Medien

Ein wenig überraschend war die Tatsache, dass insgesamt 6 Befragte angaben, überhaupt keine Sozialen Medien zu nutzen. Es kann natürlich auch sein, dass die Interviewten keine Angaben zur Nutzung von Sozialen Medien machen wollten. Allerdings fielen die Antworten eher spontan aus. Sollte die Zahl stimmen, dann ist das Vorurteil widerlegt, dass alle Jugendliche soziale Medien nutzen.

Instagram auf Platz 1 – Twitter spielt kaum eine Rolle

Leute, die sich mit den sogenannten Sozialen Medien beschäftigen haben bereits gewusst oder geahnt, dass  Instagram auf Platz 1 bei den Befragten liegen würde – deutlich vor Facebook.  Natürlich gehören beide zu einem Konzern. Dies wird auch dadurch bestätigt, dass viele Facebook und Instagram gemeinsam nutzen.

Der durch den u.s.-amerikanischen Präsidenten Donald Trump so gepushte Kurznachrichtendienst Twitter spielt bei den Befragten (fast) keine Rolle. Gerade einmal zwei Kandidat*innen gaben an Twitter zu nutzen.


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